Jekyll+Hyde: Face me!

frei nach Robert Louis Stevenson
Dauer
ca. 50 Minuten
Premiere
26. Juni 2020

Dr. Henry Jekyll, ein angesehener Londoner Arzt, ist ein Getriebener im Hamsterrad des Alltäglichen und gleichzeitig Suchender nach der Möglichkeit eines anderen Ich. Mit Edward Hyde ersinnt er sich in der schützenden Anonymität der Nacht eine zweite Identität, die „echtes Gefühl“ und „wahres Selbst“ erfahrbar machen soll. Dieser Hyde jedoch entpuppt sich als brutal und kriminell und ergreift bald völlig von Jekyll Besitz ...

Robert Louis Stevensons Novelle aus dem Jahre 1886 hat das Doppelgängermotiv als literarisches Sujet populär gemacht. Knapp 150 Jahre später umkreisen wir die Frage „Was macht mich aus?“ auf unseren Social-Media-Accounts und bewerten das Leben anderer genauso wie unseren letzten Restaurantbesuch. Die Theaterbühne macht den Zeitsprung möglich und so findet sich Dr. Jekyll in seiner Sinnsuche nicht durch eine rigide, viktorianische Gesellschaft abgeurteilt, sondern mit einem Theaterpublikum konfrontiert, das live über Leben und Tod im digitalen Zeitalter entscheidet: „Like“ oder „Dislike“?

Die Produktion will technische Hürden überwinden und erspüren, wie sich ein digitales Eingreifen des Publikums anfühlt. Die Vorstellung wird zum sozialen Netzwerk und das Publikum zu Jekylls Follower*innen, die sein Handeln auf der Bühne nicht unkommentiert lassen müssen.

Die Produktion will technische Hürden überwinden und erspüren, wie sich ein digitales Eingreifen des Publikums anfühlt. Die Vorstellung wird zum sozialen Netzwerk und das Publikum zu Jekylls Follower*innen, die sein Handeln auf der Bühne nicht unkommentiert lassen müssen.

Team

Spiel: Rebecca Gonter, Paul Schmidt, Wally Schmidt | Regie: Birga Ipsen | Figuren: Uschi Faltenbacher, Paul Schmidt | Stückfassung: Luc Hutter | Ausstattung: Sarah Lisa Matheis | Choreografie: Ingo Schweiger | Digitale Technik & Licht: Jonas Bauer, Karin Stöhr | Figurentheaterpädagogik: Christine Haas | Fotos: Berny Meyer | Mit Unterstützung von Digital Natives des Wolfram-Eschenbach-Gymnasiums Schwabach und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Pressestimmen:

[...] Jekyll ist verschwunden und verloren – irgendwo zwischen seinen Social-Media-Profilen, seinem Wahn und der Realität. Welches ist die echte Person? Diejenige, die man sieht, oder die, die sich online präsentiert? Eine Antwort ist unmöglich, dafür sorgt die clevere Regie von Birga Ipsen. Das Besondere: Die Zuschauer werden integriert, können mit ihren Smartphones voten, wie sie das Geschehen finden. Like oder Dislike für Jekylls Gegenwehr gegen die digitalen Zumutungen. Hochmodern und sehenswert.“
Nürnberger Nachricht

Förderer

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Stadt Nürnberg und dem Verein zur Förderung kultureller Projekte im Theater Salz+Pfeffer e.V.

 

Das Theater Salz+Pfeffer wird unterstützt durch die Stadt Nürnberg, den Bezirk Mittelfranken und den Freistaat Bayern